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Heimathaus-Stadtmuseum Perg
4320 Perg, Stifterstraße 1
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag: 14:00-17:00 Uhr oder nach Voranmeldung
Tel.Nr.: +43 650/5427786 oder +43 7262/52387
e-mail: heimathaus-stadtmuseum@perg.at
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Form Oberösterreich Geschichte:
Der Heimatverein ist Betreiber des Heimathaus-Stadtmuseums. Die Sammlungen waren seit der Gründung des Vereins im Jahre 1967 auf verschiedene Orte verteilt. Nach dem Ankauf des neuen Hauses durch die Gemeinde und einer gründlichen Renovierung konnte im Herbst 1993 das erste richtige Museum in Perg eröffnet werden.
Die Schwerpunkte der Ausstellungen: • Die Geschichte der Stadt Perg • Die Zunft der Perger Mühlsteinbrecher • Die Granitindustrie • Kaolingewinnung KAMIG • Von der Urzeit bis zum Mittelalter • Perger Keramik • Zeitgeschichte • Freilichtanlagen Erdstall Ratgöbluckn und Scherer-Mühlsteinbruch • Kätes Puppenwelt • Laufend Sonderausstellungen Mit der Darstellung von Themen regionaler Bedeutung wurde der Weg in Richtung Bezirksmuseum eingeschlagen. Ein besonderes Anliegen war auch die pädagogische Aufarbeitung von einzelnen Themen und die altersgerechte Vermittlung.
2010 wurde das Heimathaus-Stadtmuseum wesentlich umgestaltet: o Erweiterung der Ausstellungsfläche auf 350 Quadratmeter o Zeitgemäße technische Ausstattung o Arbeits- und Medienraum o Großer Raum für Sonderausstellungen
Die Angebote des Heimatvereins: - Die Ausstellungen im Heimathaus-Stadtmuseum - Besuch des mittelalterlichen Erdstalls „Ratgöbluckn“ - Steinbrecherspaziergang – ca. 2 ½ Stunden - ein spannender Spaziergang voller Erlebnisse: „Räuberhöhle Ratgöbluckn“ – der größte begehbare Erdstall in OÖ., diverse Sandsteinkeller, der 400 Jahre alte Mühlsteinbruch, das 200 Jahre alte Steinbrecherhaus - Stadtführungen
Ansprechpersonen: Franz Moser / Gerhard Pilz Kontakt: 0650/5427786 oder 07262/52387 fra.moser@eduhi.at
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KURZBESCHREIBUNG DER EINZELNEN RÄUME |
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Die Geologie unserer Landschaft
Entstehung der Mühlviertler Landschaft und seiner Bodenschätze Geologisches Relief, Riesenquarz, Mineralien Fossilien aus dem Sandstein: Haizähne, Muscheln, Seekuh (Halitherium Pergense, ca. 25 Mio. Jahre alt)
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Kaolinbergwerk Kriechbaum/Weinzierl
Entstehung, Abbau und Verarbeitung von Kaolin, Verwendung von Kaolin, Geschichte des Abbaues
nachgebauter Bergwerksstollen in Originalgröße
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Arbeit im Granitsteinbruch
- Hauptabnehmer der Fa. Poschacher war im vorigen Jahrhundert die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien.
- Original wiederaufgebaute Steinmetzhütte mit Werkzeugen
aus dem stillgelegten Hammerleitenbruch im Naarntal.
- Verschiedene Granitarten und ihre Verwendung
- Werkzeug und Arbeitsverfahren im Steinbruch
- Genormte Formate von Pflaster- und Randsteinen
- Die Arbeitsordnung der Granitwerke Anton Poschacher aus dem Jahre 1887.
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Die Zunft der Perger Mühlsteinhauer
- Arbeitstechnik und Werkzeug der Mühlsteinhauer. Die Firma Fries-Burgholzer, hervorgegangen aus der Zunft der Mühlsteinbrecher.
- Der Markt Perg verdankt v.a. der Mühlsteinindustrie seine Entstehung und Blüte. Seit vielen Jahrhunderten wurden jährlich einige tausend Mühlsteine gebrochen und in ganz Mitteleuropa verkauft.
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Die Scheiterschwemme auf der Naarn
- Fast 200 Jahre lang gab die Holzschwemme alljählich vielen Pergerinnen und Pergern Gelegenheit, etwas Geld zu verdienen. Die Schwemme dauerte ca. 4 Wochen. Noch bis zum 2. Weltkrieg wurden jährlich 25.000 bis 30.000 Raummeter Schleifholz sowie harte und weiche Brennhölzer geschwemmt.
- Fotowand zur Technologie der Schwemme
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Das Gräberfeld Auhof bei Perg
• Grabung Oö. Landesmuseum 1965 – 1968.
• Frühmittelalterliches Gräberfeld (8. und 9. Jh.), heidnischer Bestattungsplatz, reiche Grabbeigaben.
• Männergrab: Schwert, Messer, Feuerstahl, Speisebeigaben
• Frauengrab: div. Schmuck, Kreuzbrosche, Messer, Daubeneimer für Flüssignahrung
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Urgeschichte im Raum Perg
- Videowand: „Perg in alten Ansichten“
- Mammut aus der Eiszeit – Fotomontage und riesiger Stoßzahn
- Funde aus dem Raum Perg (Steinzeit, Bronzezeit)
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Perg im Mittelalter - Burg Mitterberg
• Funde aus der heutigen Ruine Mitterberg – Grabungen von Konsulent Leopold Mayböck: Münzen, Glasgefäße, Messer, Werkzeug, Pfeile, Keramik
• Die ersten Besitzer der einst größten Burg des Mühlviertels waren die „Herren und Vögte von Perge“. Ab 1200 urkundlich belegt, schon 1560 zum Großteil abgerissen.
• Ritterrüstung, Waffen, Keramik
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Raum der Perger Geschichte
• Bildergalerie
• Markterhebungsurkunde 1269, Stadterhebungsurkunde 1969, Pfarrerhebungsurkunde 1542
• Marktsiegel, Münzen, Notgeld samt Druckstöcken
• „Perger Präludium“, das Anton Bruckner für einen Freund aus Perg geschrieben hat.
• Die mittelalterliche Gerichtsbarkeit: Pagstein, Schandgeige, Marktrichterszepter, Burgfriedsteine, Pranger
• Wandtafeln zur Perger Zeitgeschichte
• Perger Keramik: Typisch ist die Malhorntechnik. Der Typus der barocken „Zwiebelschüssel“ ist sehr kostbar und in vielen Museen ausgestellt.
Fotos: 1) Pagstein 2) Zwiebelschüsseln 3) Marktrichterszepter | |
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Kätes Puppenwelt
- Sammlung von Käte und Erwin Kranzler, Bad Kreuzen
- Historische Puppen, Teddybären, Reproduktionen, Ensembles, Einrichtungen, Geschirr
- Interessant für Sammler und Spezialisten, insbesondere aber für Kinder
- Gelegenheit, in eigenen Erinnerungen an die Kindheit zu schwelgen
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Der Erdstall Ratgöbluckn
Eine mittelalterliche Fluchthöhle, die den Bewohnern des Marktes bei Überfällen und Plünderungen eine kurzzeitige Zufluchts- und Versteckmöglichkeit geboten hat. Die von Menschen in den Sandstein gegrabene Höhle ist reich gegliedert: 8 Kammern und 22 Gangstücke. Mit einer Gesamtlänge von 106 Metern der größte begehbare Erdstall Oberösterreichs. Niveau stark ansteigend – gute Durchlüftung. Am Boden liegt loser Sand, wie er durch Verwitterung von den Wänden abgerieselt ist.
Zu besichtigen im Rahmen von Gruppenführungen.
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Die Erd- oder Höhlenwohnung
Kaum zu glauben, aber wahr. Bis 1939 war die Erd- oder Höhlenwohnung bewohnt. Die damals im Besitz der Gemeinde befindliche Wohnung wurde um vier Schilling pro Jahr vermietet.
Vorraum mit Wasserschacht, Wohn-Schlafraum. Ohne elektrisches Licht, aber beheizbar. Durch ein Loch im Sandstein wurde mittels Ofenrohr der Rauch ins Freie geleitet.
Die Außenwand war mit Efeu bewachsen, und mit dem davor gelegenen kleinen Gärtchen und der obligatorischen Hausbank (jetzt aus Stein) bot das Ensemble in den warmen Jahreszeiten ein idyllisches Bild mit einem wunderschönen Blick auf Perg.
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Der Scherer-Mühlsteinbruch
Kleine abgeschlossene Freilichtanlage mit noch sichtbaren Resten der händischen Mühlsteingewinnung.
Der 400 Jahre alte Sandsteinbruch ist zu besichtigen im Rahmen des Steinbrecherspazierganges.
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Das Steinbrecherhaus
Im Verband der Freilichtmuseen Oberösterreichs. Im Gelände des ehemaligen Mühlsteinbruches „Scherer“ ist das Steinbrecherhaus erhalten geblieben. Im Jahr 1802 errichtet und 2007 sorgsam renoviert, kann man noch sehr gut die Lebensbedingungen einfacher Menschen nachempfinden.
Arbeitshütte mit Dokumentation der Arbeitswelt SANDSTEIN-GRANIT. Der frei zugängliche STEINGARTEN bietet sich als liebenswerter Rastplatz nicht nur für Wanderer an.
Mit Veranstaltungen (Volksmusik, Wanderungen, Lesungen, Festen) werden zusätzliche Akzente gesetzt.
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