FESTIVAL DER REGIONEN 2019 in der Region Perg-Strudengau

Soziale Wärme. Beginnt bald.
10 Tage, 31 Projekte, 21 Orte.

In nur mehr drei Wochen findet die große Festivaleröffnung statt! Wir stellen euch in diesem Newsletter wieder eine kleine Auswahl an Projekten vor. Für Termine und Orte sowie das vollständige Programm besuche bitte unsere Website (www.fdr.at/project).

N.O.A.H. Galactica
Im Zentrum von Perg landet ein dauerhaft verbleibendes Raumschiff aus Holz und Stahl – die „N.O.A.H. Galactica“ von Josseline Engeler mit ihrer Besatzung aus Linzer Kunstschaffenden. Ausgehend von der biblischen Geschichte um Noahs Bau der Arche als Akt der sozialen Wärme schafft „N.O.A.H. Galactica“ einen Ort, sich mit der Zukunft unseres Planeten und der Rettung der Menschheit auseinanderzusetzen. Dazu werden in und um das Raumschiff Interaktionen, Performances, Ausstellungen und andere Medien frei assoziativ der Frage nachgehen, ob die Menschheit vielleicht nur durch eine Flucht in den Weltraum fortbestehen kann.
An der N.O.A.H. Galactica wird bereits fleißig gebaut!

(c) Josseline Engeler

Centriphery RADschen Wanderung
Centriphery lädt das Publikum zu einer spannenden Radperformance ein, die eine eigene Sichtweise auf die Region und die Landschaft des Machlands entwickelt. Unterschiedliche Orte und Landschaften werden befahren und zur Bühne gemacht. Das Fahrrad, der Rollstuhl oder andere mobile Geräte als Vehikel sind Akteur und Instrument zugleich. Traditionen der Region wie das „Ratschen“, das als Immaterielles Kulturerbe Österreichs anerkannt ist, werden ebenso Teil der Performance sein, wie die Auseinandersetzung mit Mobilität und Körper, Begegnungen mit Passant_innen und audiovisuelle Kunst im öffentlichen Raum, die für viele unterschiedliche Personen zugänglich und erlebbar gemacht wird. Die Choreographie, in der sich die Fahrer_innen durch die Landschaft bewegen, verbindet und dynamisiert die Schnittstellen aus Performance, Sound Art, Medienkunst und Fahrradgeschichte. Centriphery ist eine Koproduktion von 9 europäischen Partnern, kofinanziert von Creative Europe.

Am 11. und 12. Juni gibt es nochmals einen Workshop:
RatschenGrrrls* und Synthesizer
Infos unter https://fdr.at/einladung-zum-workshop-ratschengrrrls-und-synthesizer/

(c) Georg Schütz

Ruf gegen die Grenze
Barbara Holub und Paul Rajakovics (transparadiso) betrachten die fließende Grenze inmitten der Donau zwischen Ober- und Niederösterreich als eine Möglichkeit zur „Überwindung“ von Grenzen. Fragen nach symbolischen oder gesellschaftlichen Grenzen, Ausgrenzungen, Abgrenzungen, Eingrenzungen und das Potenzial des Überwindens von Grenzen standen im Mittelpunkt mehrerer Workshops mit Bewohner_innen, Musiker_innen, Schriftsteller_innen, Sänger_innen, Alltagsperformer_innen, Grenz-Interessierten. Hier wurden Beiträge als Grundlage für Dialoge gesammelt, die in der Folge in ein experimentelles Text-/Musikstück transformiert wurden. Dieser „Ruf gegen die Grenze“ wird über zwei spezielle großformatige Megaphon-Objekte zwischen den gegenüberliegenden Donauufern über die Landesgrenze hinweg aufgeführt.

(c) transparadiso (Fotomontage)

Tod und Geburt in meinem Leben
„Tod und Geburt in meinem Leben“ ist das neue Langzeitprojekt von Mats Staub. Es fragt nach den existentiellen Grenz- und Übergangserfahrungen rund um Geborenwerden und Sterben, Lebensanfang und Lebensende. Dazu bringt Mats Staub an jedem Prä- sentationsort Menschen zusammen und lässt sie miteinander ins Gespräch kommen, während er als unsichtbarer Begleiter dabei ist und filmt. Als Videoinstallation gezeigt schafft das Projekt Räume, die Intimität zulassen und zugleich ein gemeinschaftliches Erlebnis ermöglichen. Mats Staub hat im Vorfeld des Festivals Gespräche mit Personen aus der Region Perg-Strudengau aufgezeichnet, diese werden zusammen mit Gesprächen aus anderen Weltgegenden präsentiert.

(c) Benno Seidel

Du möchtest ein aktiver Teil des Festivals werden?
Wir freuen uns nach wie vor über freiwillige Helfer_innen, die uns vor und während des Festivals bei diversen Tätigkeiten unterstützen. Du lernst eine Vielzahl sympathischer Künstler_innen aus aller Welt sowie tolle Leute aus der Region kennen und kannst hinter die Kulissen eines großen Festivals blicken. Interessiert? Melde dich gleich unter presse@fdr.at oder unter +43(0)680 4013974. Wir freuen uns auf dich!

Die Kunst der Partizipation: Infoveranstaltung des FESTIVALS DER REGIONEN mit GebärdensprachdolmetscherIn

Sensibilisierung für zeitgenössische Kunst und Kultur und Stärkung regionaler Initiativen im Feld der Kulturarbeit sind wichtige Ziele. Um das Festival in der Region zu verankern und möglichst deutliche Spuren zu hinterlassen, sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien. Vor allem aber gilt schon jetzt, viele Menschen vor Ort anzusprechen und zu beteiligen.

Die ersten Informationsabende im Oktober zeigten: Viele Menschen aus der Region sind sehr interessiert. Sie gehen auf das Festival zu. Vor allem das Thema „Soziale Wärme“ spricht an und bewegt. Eine Reihe von Freiwilligen hat Ideen für die Beteiligung am Festival eingebracht. So wurde angeboten, Künstlerinnen und Künstler zu beherbergen oder zu bewirten, andere möchten sich aktiv an den Projekten beteiligen oder freiwillig daran mitarbeiten.
Im Dezember finden weitere Informationsabende statt. Dort wird über die weitere Zusammenarbeit gesprochen und über die Auswahl der regionalen und internationalen Projekte informiert. So wird zum Beispiel ein Chor- und Orchesterprojekt von Ondamarela der Auftakt des Festivals am 28. Juni 2019 sein. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen – mit der eigenen Stimme oder einem Instrument.

Das Festival der Regionen legt insgesamt großen Wert auf Partizipation und Inklusion. Die Informationsveranstaltungen finden alle mit GebärdensprachdolmetscherIn statt.

Welchen Beitrag können und wollen Sie zur SOZIALEN WÄRME leisten?
Jeder kann mitmachen!
– MusikerInnen und SängerInnen und solche, die es schon immer werden wollten können beim Chor- und Orchesterprojekt teilnehmen
– Beherbergung/Bewirtung von KünstlerInnen
– Freiwillige HelferInnen – und solche, die gegen Bezahlung in der Organisation mitarbeiten
– Fahrdienste für KünstlerInnen
– Spenden oder Sachleistungen
– …

         

Es gibt viel zu entdecken! Lasst es uns gemeinsam entdecken!
Schreiben Sie an office@fdr.at und bleiben Sie auf dem Laufenden, indem Sie sich auf www.fdr.at/information in den Newsletter eintragen oder werden Sie ein Fan auf der Fanpage – www.facebook.com/festivalderregionen
www.fdr.atmailto:office@fdr.at

Mit 417 Einreichungen für Projekte und Residencies aus 40 Ländern präsentiert sich das Festival der Regionen einmal mehr als Aushängeschild für avancierte, kulturelle Arbeit abseits städtischer Ballungsräume und Kulturzentren. Das kommende Festival wird zum ersten Mal unter der künstlerischen Leitung von Airan Berg stattfinden.

Insgesamt wurden 417 Projekte und Residencies eingereicht. Mit 140 Einreichungen stammt rund ein Drittel der Künstlerinnen und Künstler aus Österreich, während die Mehrheit der Projekte mit 67 % international ist.

Die Herkunftsländer im Überblick (sortiert nach Anzahl der Einreichungen):
Österreich (140), Deutschland (63), Italien (25), Spanien (18), Niederlande (16), Frankreich (15), Belgien (11), Schweiz (10), Großbritannien (9), Griechenland (8), Russland (8), Slowenien (8), Türkei (8), Australien (7), Brasilien (6), Kanada (6), Kroatien (6), Bulgarien (5), Israel (5), Portugal (5), Tschechische Republik (5), USA (5), Polen (3), Schweden (3), Zimbabwe (3), Argentinien (2), Iran (2), Malta (2), Südafrika (2), Afghanistan (1), Armenien (1), Ägypten (1), Dänemark (1), Hong Kong (1), Kenia (1), Kolumbien (1), Libanon (1), Mazedonien (1), Pakistan (1), Rumänien (1)

Die Projektauswahl findet in zwei Phasen im Juli und August 2018, unter Einbindung eines externen Expertenbeirates statt.

DAS FESTIVAL DER REGIONEN ist eines der profiliertesten Festivals für zeitgenössische Kunst und Kultur in Österreich. Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren beschäftigt es sich alle zwei Jahre mit einer Region oder einem Ort in Oberösterreich. Neben internationaler, überregionaler und lokaler Beteiligung von Kunstschaffenden werden Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und engagierten Menschen angestrebt. Um das Festival im Ort zu verankern und Spuren zu hinterlassen sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien.

Das nächste FESTIVAL DER REGIONEN findet von 28. Juni bis 7. Juli 2019 unter dem Motto „Soziale Wärme“ in der LEADER-Region Perg-Strudengau statt. Damit öffnet sich das FESTIVAL DER REGIONEN, das in seiner 14. Ausgabe erstmals unter der künstlerischen Leitung von Airan Berg stattfinden wird, wie in seinen Anfängen der Region. Nun startet die internationale Ausschreibung, wo bis 20. Juni 2018 Projekte und Residencies eingereicht werden können. Das FESTIVAL DER REGIONEN ist seit 1993 eines der profiliertesten zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich und findet biennal an wechselnden Orten in Oberösterreich statt.

Was bedeutet Soziale Wärme in der heutigen Welt? Geht es bei Sozialer Wärme um Solidarität und Gemeinwohl? Was könnten Modelle Sozialer Wärme sein? Oder ist Soziale Wärme ein utopisches Konzept? Gemeinsam mit der Region soll die Auseinandersetzung mit dem Festival-Motto erfolgen, bei der für das FESTIVAL DER REGIONEN 2019 auch ein verstärkt partizipativer Zugang verfolgt wird.

Die Region Perg-Strudengau, eine der oberösterreichischen LEADER-Regionen, mit 24 Gemeinden im südöstlichen Mühlviertel, legt nicht nur aufgrund der östlichen Lage in Oberösterreich die Verbindung mit Sonne und Wärme nahe. Vielfältige Aktionen dieses LEADER-Clusters beschäftigen sich mit Wertschöpfung, Bewahrung und Schonung von natürlichen Ressourcen und kulturellem Erbe oder stellen Strukturen und Funktionen des Gemeinwohls ins Zentrum. Auch der kritische Umgang mit der Vergangenheit prägt Menschen wie Region: Die aus den drei Gemeinden Mauthausen, Langenstein und St. Georgen bestehende „Bewusstseinsregion“ setzt sich aktiv mit der in der Vergangenheit erfahrenen Stigmatisierung auseinander. Gesellschaftliche Involviertheit und aktiv-kritische wie zukunftsweisende Bewusstseinsbildung sind wichtige Triebkräfte.

Einladung zur Einreichung von Projekten und Residencies bis 20. Juni 2018
Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung lädt das FESTIVAL DER REGIONEN Interessierte ein, sich bis 20. Juni 2018 in zwei Kategorien zu bewerben: Künstlerinnen und Künstler sowie Akteurinnen und Akteure können Projektvorschläge aus allen künstlerischen Bereichen und Genres einreichen. Darüber hinaus sollen Residencies die Entwicklung von Projekten vor Ort, in Kooperation mit lokalen StakeholderInnen und BürgerInnen ermöglichen. Vorhaben für ortsspezifische und partizipatorische Arbeiten werden bevorzugt, ebenso Konzepte, die sich mit dem Festival-Thema oder den gesellschaftlichen wie kulturellen Verhältnissen der Region beschäftigten. Willkommen sind KünstlerInnen aus den unterschiedlichsten Genres, die Interesse an Partizipation und Inklusion haben, sowie ExpertInnen aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Politik und Soziales.
Alle Infos zur Ausschreibung finden Sie unter www.fdr.at

Lokalaugenschein und persönliche Gesprächstermine
Eine gute Möglichkeit, um die Region kennenzulernen, bietet sich am 25. Mai 2018 um 14 Uhr: Gemeinsam mit den Organisatorinnen und Organisatoren des Festivals und lokalen Vertreterinnen und Vertretern werden ausgewählte Schauplätze begangen. (Treffpunkt: Stadtplatz Perg, Anmeldungen bitte unter: office@fdr.at).

Für konkrete projektbezogene Fragen werden auch Gesprächstermine mit dem künstlerischen Leiter angeboten. Diese sind persönlich oder per Skype möglich. Anmeldung unter opencall@fdr.at

Neues Corporate Design
Neu ist auch das Corporate Design des FESTIVALS DER REGIONEN, für das sich die Kreativagentur Jung von Matt/Donau verantwortlich zeichnet. Inspiriert durch Wittgensteins Zitat „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ galt es, Möglichkeiten von Ausdruckskraft und Sprache auszuloten und scheinbare Grenzen aufzubrechen: Auf typografischer und sprachlich-formaler Ebene bot sich für die Umsetzung ein ausgezeichnetes Reservoir, das im aktuellen Festival-Logo, in einer bunten Collage verschiedenster Glyphen Niederschlag fand. Beim ersten Anblick etwas fremd anmutend, offenbart sich jedoch mit bewusst eingenommener Betrachtungsdistanz
und einem Blick auf das Ganze eine Vertrautheit durch die stimmig-humorvolle Lösung. Diese wird durch die Schlichtheit der Umsetzung und die reduziert gehaltene Designebene unterstützt, die den Blick auf das Wesentliche freimacht.

DAS FESTIVAL DER REGIONEN ist eines der profiliertesten Festivals für zeitgenössische Kunst und Kultur in Österreich. Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren beschäftigt es sich alle zwei Jahre mit einer Region oder einem Ort in Oberösterreich. Neben internationaler, überregionaler und lokaler Beteiligung von Kunstschaffenden werden Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und engagierten Menschen angestrebt. Um das Festival im Ort zu verankern und Spuren zu hinterlassen sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien.

Künstlerische Leitung: Airan Berg, Kaufmännische Leitung: Barbara Mitterlehner.
Vereinsvorstand: Susanne Blaimschein, Dagmar Höss, Gerald Priewasser-Höller.
Gestaltung: Jung von Matt/Donau

v.li.: Susanne Blaimschein (Vorstandsmitglied), Airan Berg (Künstlerischer Leiter), Barbara Mitterlehner (Kaufmännische Leiterin), Dagmar Höss (Vorstandsmitglied) Nicht am Bild: Gerald Priewasser-Höller (Vorstandsmitglied) Foto: Reinhard Winkler

Förderer und Sponsoren
Land Oberösterreich, Bundeskanzleramt Österreich für Kunst und Kultur, Gemeinde Perg, LEADER-Region Perg-Strudengau, Schäfer Shop, MVO Veranstaltungstechnik.